Arthroskopische Chirurgie

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Arthroskopische Chirurgie

Minimal-invasiver Eingriff in Gelenke

Ambulante Gelenkoperationen

Die operative Eröffnung eines Gelenks wird in der Medizin ganz allgemein als Arthrotomie bezeichnet. Dabei unterscheidet man zwischen offenen Gelenkoperationen (klassische Arthrotomie) und minimal-invasiven Verfahren (Arthroskopie).

Bei der klassischen Arthrotomie müssen relativ umfangreiche gelenknahe Weichteilstrukturen durchtrennt werden, um an das Gelenk zu kommen. Der postoperative Heilungsverlauf gestaltet sich aus diesem Grund manchmal schwierig bzw. verläuft nicht immer vollständig.
Da die medizintechnischen Voraussetzungen noch nicht gegeben waren, wurden bis in die 1990er Jahre die Standardoperationen an Gelenken offen vorgenommen.

Eine Arthroskopie, auch Gelenkspiegelung genannt, ist eine minimal-invasive (also so wenig wie möglich belastende) Operationsmethode, bei der ein Endoskop (auch Arthroskop genannt) verwendet wird. Ein Endoskop ist ein technisches Gerät, mit dem das Innere von Körperhohlräumen oder Organen (in diesem Fall Gelenken) mit bildgebenden Verfahren sichtbar gemacht werden kann. Früher wurden Endoskope oft nur diagnostisch („nachsehen, was ist“) angewendet, doch gibt es mittlerweile moderne Verfahren, bei dem gleichzeitig auch operative Eingriffe vorgenommen werden können. Das Endoskop und zusätzliches Instrumentarium werden über kleine Schnitte in das Gelenk eingeführt, das vorher mit einer Flüssigkeit (Ringer-Lösung, NaCl-Lösung) aufgefüllt wurde. Der Operateur kann dann über die Kamerasicht krankhafte Veränderungen im Gelenk diagnostizieren und gleichzeitig behandeln. Eine Arthroskopie wird meist in Narkose durchgeführt.
Als Begründer der Arthroskopie gilt der Aarauer Chirurg Eugen Bircher (1882 – 1956), der bereits 1921 eine Kniegelenksspiegelung durchführte und dafür ein Endoskop zur Bauchspiegelung verwendete. Die Entwicklung moderner Medizintechnik schritt jedoch erst Ende des letzten Jahrhunderts so weit voran, daß sich die minimal-invasiven Verfahren langsam aber sicher durchsetzen konnten.

Minimal-invasiv ist besser!

Heutzutage können viele Gelenkoperationen (z.B. Behandlung von Knorpelläsionen, Kreuzband- und Meniskusverletzungen) minimalinvasiv während einer Arthroskopie durchgeführt werden. Die Vorteile dieser Methode überwiegen, weswegen die Arthroskopie die klassische Arthrotomie zunehmend verdrängt hat. Die klassische Arthrotomie findet routinemäßig nur noch bei Endoprothesen (künstlichem Gelenkersatz), Tumoren oder Gelenkinfektionen ihre Anwendung.

Nebenwirkungen und Komplikationen

Wie bei jedem anderen operativen Eingriff auch, können bestimmte Risiken bzw. in sehr seltenen Fällen Komplikationen auch durch größte Sorgfalt des Operationsteams nicht gänzlich ausgeschlossen werden. In einem ausführlichen persönlichen Aufklärungsgespräch werden daher vor der Operation mit dem Patienten Möglichkeiten und Grenzen der angewandten Methode, sowie mögliche Nebenwirkungen und Risiken besprochen.

Grundsätzlich sind Arthroskopien heutzutage risikoarme und schonende Routineverfahren mit sehr geringer Komplikationsrate.

Kniearthroskopie
Arthroskopischer Eingriff am Knie

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