Laparoskopische Diagnostik

Laparoskopische Diagnostik


 

Bei vielen unklaren Schmerzzuständen im Bauch ist es mit allen zur Verfügung stehenden diagnostischen Maßnahmen nicht möglich, eine eindeutige Ursache für die geäußerten Beschwerden zu finden. In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, eine diagnostische Laparoskopie durchzuführen. D.h. mit Hilfe des Laparoskops blickt der Arzt in den Bauchraum hinein, um eine Ursache für die Beschwerden festzustellen.

Praktische Durchführung einer Laparoskopie

Nach einem kleinen Bauchschnitt von 7 – 10 mm am Nabel werden 3 – 7 l l Kohlendioxid-Gas in die Bauchhöhle eingeblasen (Insufflation). Dies geschieht über einen sogenannten Trokar, ein röhrenförmiges Instrument, das über ein Ventil verschlossen werden kann. Danach wird die Optik in die Bauchhöhle eingeführt. Der Zweck der Insufflation besteht darin, eine Art „Arbeitsgewölbe“ für den Chirurgen zu schaffen, in dem er eine ausreichende Sicht auf die inneren Organe der Bauchhöhle erhält.
Nach der Einführung der Optik wird anschließend ein „Spaziergang durch die gesamte Bauchhöhle“ gemacht. Je nachdem ob man die Oberbauchorgane (Leber, Magen, Milz) oder die Unterbauchorgane (Blinddarm, Eierstöcke, Gebärmutter) inspizieren möchte, wird der oder die Patient/in auf dem Operationstisch dabei in eine entsprechende Schräglage gebracht. Auf diese Weise kann man während einer Laparoskopie den gesamten Bauchinnenraum beurteilen.
Bei verdächtigen Gewebeveränderungen können von einzelnen Organen kleine Gewebeproben entnommen und zur Überprüfung in ein Labor eingeschickt werden (Biopsie).
Wird nach der ausgiebigen Besichtigung und eventuell notwendigen Biopsie kein weiterer operationswürdiger Befund entdeckt, kann die diagnostische Laparoskopie beendet werden. Der Trokar wird entfernt und die Wunde mit einer kleinen Naht verschlossen.




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