Verwachsungen

Verwachsungen


Ursachen von Verwachsungen im Bauchraum

Verwachsungen oder auch Verklebungen im Bauchraum entstehen oft nach Verletzungen, Entzündungen oder Operationen. Ursache dafür ist ein spezielles Zusammenwirken von Zellen und körpereigenen Substanzen, die auch bei Entzündungen auftreten. In Folge kommt es meist schon innerhalb von Tagen zum Zusammenheften von Organen und entsprechenden Verklebungen.

Wie äußern sich Verwachsungen im Bauchraum?

Oft ist es so, daß die entstandenen Verwachsungen keine Beschwerden verursachen und gar nicht bemerkt werden. Es können aber auch leichte Symptome wie Druckgefühl, Bauchschmerzen oder Stuhlunregelmäßigkeiten auftreten. Bei anhaltenden Schmerzen sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und die Symptome abklären lassen.
In sehr seltenen Fällen verursachen Verwachsungen einen Darmverschluß, wenn die Verdauung z.B. durch Schleifen oder Knicke stark behindert wird oder Durchblutungsstörungen entstehen. Tritt in schweren Fällen Darminhalt bei einer Perforation (Durchbruch) in die Bauchhöhle, kann es zu einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung kommen.

Diagnose

Bei entsprechenden Beschwerden führt der Arzt eine ausführliche Patientenbefragung und eine körperliche Untersuchung, insbesondere des Bauchraums durch. Hilfreich können auch bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall oder Computertomographie (CT) sein. Unter Umständen ist eine Darmspiegelung sinnvoll, um die Ursache für die Beschwerden des Patienten herauszufinden. Oft ist es jedoch erst möglich, durch eine Operation vorhandene Verwachsungen zu diagnostizieren.
Da es auch andere Erkrankungen von Organen des Bauchraums gibt, die ähnliche oder gleiche Beschwerden auslösen können, ist es wichtig, diese durch differenzialdiagnostische Maßnahmen auszuschließen.

Operation ja oder nein?

Bei Verdacht auf Verwachsungen im Bauchraum kann eine Operation durchgeführt werden, um diese zu lösen.
Derartige Eingriffe, die auch als Adhaesiolyse bezeichnet werden, erfolgen in Vollnarkose und werden meist mittels Laparoskopie (Bauchspiegelung) durchgeführt. Dabei wird über einen kleinen Schnitt am Bauchnabel ein optisches Gerät mit angeschlossener Kamera (Laparoskop) eingeschoben. Um Zugänglichkeit und Sicht zu verbessern, spannt man das Bauchgewölbe etwas auf, indem man Kohlendioxid-Gas einbläst. Zusätzlich benötigte Instrumente werden über weitere Öffnungen in der Bauchdecke eingeführt.
Das Laparoskop liefert dem Operateur in Echtzeit ein Bild des Operationsgebietes, so daß dieser den Bauchraum nach eventuell vorhandenen Verwachsungen durchsuchen kann. Solche Verwachsungen werden dann mit entsprechendem Instrumentarium gelöst, sodaß sich die Organe wieder frei bewegen können. Manchmal ist es jedoch nicht möglich, alle Verklebungen vollständig zu lösen.
Unter Umständen, z.B. bei Komplikationen oder schwereren Befunden muß der Operateur auf eine umfangreichere Operationsmethode (z.B. mit einem offenen Bauchschnitt) übergehen. Möglicherweise ist es auch notwendig, Teile des Darmes zu entfernen.

Prognose

Trotz der Auftrennung von Verwachsungen, die während einer Operation vorgefunden wurden, ist es u.U. möglich, daß auch nach der OP noch Beschwerden vorhanden sind oder nach einiger Zeit wieder neu auftreten. Manchmal ist es nicht möglich, eine spezielle Ursache für die geschilderten Symptome zu finden oder Verklebungen treten erneut auf.




START TYPING AND PRESS ENTER TO SEARCH