Achillissehnenruptur

Achillissehnenruptur

Die Achillissehnenruptur ist eine typische Sportverletzung, da 70 – 80 % der primären Achillissehnenrisse sportbedingte Ursachen haben. Die Achillessehne reißt oft auf der Basis einer bereits länger bestehenden verschleißbedingten Vorschädigung. Häufig sind Menschen im mittleren Lebensalter, seltener junge Patienten betroffen.

Bei einem akuten Riss der Achillessehne, z.B. nach sportlicher Betätigung, kommt es häufig zu einem deutlich hörbaren, sogenannten „Peitschenschlag“ im Fersenbereich. Plötzliche Schmerzen, lokale Schwellung und ein nahezu völliger Kraft- und Mobilitätsverlust sind die Folge. Typisch ist auch, dass die Ferse des betroffenen Beines nicht mehr vom Boden abgehoben  werden kann oder der Zehenspitzenstand nicht mehr ausführbar ist.

Therapie

Die Behandlung dient nicht nur der Wiederherstellung der Sehnenkontinuität, sondern der funktionierenden Kraftübertragung des Wadenmuskels auf das Fersenbein.

konservativ

Grundvoraussetzung für eine konservative Behandlung ist, dass sich die Rissenden der Achillissehne in der Ultraschalluntersuchung in ca. 20 Grad Spitzfußstellung vollständig annähern.

Der Fuß wird und diesem Fall über einen Zeitraum von 10 – 12 Wochen in einem speziellen Therapieschuh (sog. Walker) in einer Spitzfußstellung gehalten. In festgelegten Zeitintervallen wird die Spitzfußstellung im Walker angepasst. Die schmerzadaptierte Vollbelastung ist während dieser Zeit möglich. Diese Art der Therapie setzt jedoch ein hohes Maß an Mitarbeit des Patienten voraus, da der Schuh durchgehend getragen werden sollte.

Kleinere Teilrupturen der Sehne können ebenfalls auf diese weise behandelt werden.

operativ

In den meisten Fällen wird die Ruptur der Achillessehne operativ mittels einer Sehnennaht versorgt. Die Operation wird in der Regel in Regionalanästhesie, also in einer Nervenblockade des Unterschenkels und in Bauchlage durchgeführt. Dafür ist ein kleiner Hautschnitt innenseitig der Achillessehne (zum Innenknöchel hin) nötig.

Anschließend werden die Sehnenenden in einer speziellen Nahttechnik miteinander verbunden. Knochennahe Achillissehnenrisse am Fersenbein werden mittels spezieller Knochenanker am Fersenbein fixiert. Ziel der Operation ist es, die Sehnenstümpfe entsprechend der anatomischen Ausrichtung zu rekonstruieren, eine sichere Ausheilung der Sehnenenden zu gewährleisten und eine vollständige Kraftübertragung wiederherzustellen.

Nachbehandlung

Nach der Operation ist ebenfalls eine Ruhigstellung im Spezialschuh (Walker) in Spitzfußstellung mit einer stufenweise herausnehmbaren Absatzerhöhung angezeigt.
Ca. 6 – 8 Wochen nach der Operation ist mit einem nahezu beschwerdefreien Gangbild zu rechnen. Mit einer vollen Sportfähigkeit ist jedoch erst nach 9 – 12 Monaten zu rechnen.

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